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Praxis Friedrich Dewies

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Osteopathie

Leben ist Bewegung auf allen Ebenen!

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Dieser Herr, Andrew Taylor Still, verkündete 1874 einen neuen Diagnose- und Behandlungsansatz und gab ihm den Namen Osteopathie. Selbst ausgebildeter Mediziner, mußte er miterleben, wie 3 seiner Kinder an Krankheiten starben, ohne helfen zu können. Dies Erlebnis war Ausgangspunkt eigener intensiver Studien zur Anatomie und Physiologie und führte zur Entwicklung der Osteopathie. Sie beschreibt eine umfangreiche Art und Zahl von befunderhebenden und therapeutischen Verfahren, die manuell und nur mit den Händen des Behandlers durchgeführt werden ohne Einsatz von anderen Hilfsmitteln.
Behandelt werden Funktionsstörungen des Körpers, die sich z. B. in Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Funktionsverlusten wie Verdauungsstörungen, Verkrampfungen, Tonusstörungen und neurologischen Defiziten äußern. In der Regel behandelt ein Osteopath Krankheitsbilder, die ohne Verletzung einer Struktur einhergehen wie z.B. Knochenbrüche, Sehnenabrisse etc. er eine zerstörte Struktur nicht wiederherstellen kann, heißt nicht, dass er die Symptome, die diese zerstörten Strukturen hervorrufen (Schmerzen, Funktionsstörungen) nicht lindern kann.

Die Osteopathie

... ist eine ganzheitliche Form konservativer Therapie, die die Ursachen von Beschwerden nicht nur im Bereich der vom Patienten beschriebenen Symptome sucht, sondern die anatomischen, physiologischen und funktionellen Zusammenhänge des Körpers mit einbezieht. So können z.B. Kopfschmerzen ihre Ursachen in weit entfernt liegenden Bereichen haben. U.a. können ein lang zurückliegender Unfall im Sprunggelenk oder eine chronische Darmerkrankung Auslöser sein. Darum werden in einer gründlichen Befundaufnahme (Anamnese) alle Bereiche untersucht. Die Ergebnisse der Anamnese und Untersuchungen ergeben dann den Therapieplan.

„Leben ist Bewegung“ ist ein Grundsatz der Osteopathie. Gesundheit bedeutet ein Höchstmaß an physiologischer Beweglichkeit aller im menschlichen Körper vorhandenen Strukturen. Daher ist das Gesundheitsverständnis der Osteopathie auch ein ganzheitliches: Er versucht den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen und so die engen Wechselbeziehungen zwischen Bewegungsapparat, inneren Organen, Blutgefäßen und Nerven sowie den umgebenden Geweben zu berücksichtigen. Diese verschiedenen Körpersysteme arbeiten als Einheit zusammen und ermöglichen so ein ökonomisches Funktionieren des Gesamtorganismus. Dieser ist ständig in Bewegung, auch wenn wir uns im Ruhezustand befinden. Entscheidende Voraussetzung für unser Wohlbefinden ist, dass sich diese Systeme im Gleichgewicht befinden.
Gesund bleiben beinhaltet, dass der Körper (Bewegungs-) Störungen auf unterschiedlichen Ebenen ausgleichen kann. Gelingt dieses nicht, erkrankt der Mensch. Hier kann die Osteopathie in vielen Fällen als eine rein manuelle Medizin helfen. Sie ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept, beruhend auf den Grundlagen der Anatomie und Physiologie.

Geschichte und Arbeitsweise der Osteopathie

Das Heilen mit den Händen hat eine über viertausendjährige Geschichte. Schon Hippokrates (460-377 v.Chr.), der Vater der modernen Schulmedizin, bediente sich manual-therapeutischer Techniken. Überträgt man den griechischen Begriff „Osteopathie“ wörtlich, so ist darunter „Knochenleiden“ zu verstehen. Die Bezeichnung ist irreführend, denn es ist nicht die Erkrankung eines Knochens an sich gemeint, sondern eines oder mehrerer Systeme unseres Körpers.
Als Begründer der Osteopathie gilt der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917). Still glaubte, dass letztendlich alle körperlichen Strukturen am Knochengerüst aufgehängt seien. Würde dieses (in den Gelenken) gut und richtig funktionieren, würden auch alle anderen Bereiche optimal arbeiten. Daher rührt die ursprünglich chiropraktische Ausrichtung der
amerikanischen Osteopathie. Die europäische Richtung erweiterte das Prinzip der osteopathischen Medizin, die Beweglichkeit des Körpers in seiner Gesamtheit zu betrachten, um die Erkenntnisse über die Eigenbewegungen der Gewebe, der einzelnen Körperteile und Organsysteme sowie deren Zusammenspiel. Jedes Körperteil, jedes Organ benötigt zum optimalen Funktionieren viel Bewegungsfreiheit.

Ist die freie Beweglichkeit z.b. durch Infektion, Unfall oder Krankheit eingeschränkt, entstehen zunächst Funktionsstörungen. Dadurch verliert die betroffene Region ihre Vitalität und wird zum Störfaktor für das dynamische Gleichgewicht des Körpers. Die Unbeweglichkeit führt zu Verhärtungen und Verklebungen auch der umliegenden Strukturen. Die Summe der Fehlfunktionen kann der Organismus irgendwann nicht mehr kompensieren – das Fass läuft über, der Mensch wird krank und es entstehen in der Regel Schmerzen. Unter Umständen können lange zurückliegende Ereignisse Ursache für eine viel später auftretende Krankheit sein: z. B Bewegungsmangel, einseitige Belastungen im Beruf und Freizeit, langanhaltende seelische Belastungen, Unfälle, Operationen etc. So kann beispielsweise ein lange zurückliegender Sturz auf das Steißbein Ursache für einen späteren Dauerkopfschmerz sein.

Bei der Suche nach den Ursachen der Beschwerden steht eine Störung und die daraus resultierende Fehlfunktion im Vordergrund. Diese so genannte Dysfunktion gilt es aufzuspüren und zu beheben. Die Osteopathie behandelt demzufolge Krankheiten, indem sie die dafür ursächlichen Bewegungsstörungen korrigiert. Dafür stehen ihr 3 Ebenen zur Verfügung:
Bei muskulären Verspannungen, Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit, Traumata oder haltungsbedingten Beschwerden wird vorwiegend die strukturelle bzw. manuelle Therapie angewandt. Sie korrigiert Fehlstellungen der Gelenke und Fehlfunktionen der gelenknahen Strukturen.

Bei Beeinträchtigungen, die von den inneren Organen ausgehen, steht die viszerale Osteopathie häufig im Vordergrund. Sie mobilisiert die Organe und verschafft ihnen den Spielraum, den sie für ihre Eigenbewegungen benötigen.
Bei Beschwerden im Kopfbereich wie Migräne, (Dauer)Kopfschmerz, Tinnitus oder Nebenhöhlenbeschwerden, chronischer Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung), Schwindelattacken, Konzentrations- und Lernschwierigkeiten bei Kindern oder Störungen im Beckenbereich kann die Craniosacrale Therapie (Cranium: Schädel - Sacrum: Kreuzbein) hilfreich sein. Sie sorgt dafür, dass das Pumpsystem, welches unser Hirnwasser (Liquor) zwischen Kopf und Kreuzbein fließen lässt, gleichförmig und symmetrisch arbeitet und damit unser Zentralnervensystem gut versorgt wird.
Da die Ursachen vieler Beschwerden meist vielschichtig sind, werden die Methoden im Sinne der Ganzheitlichkeit sehr häufig übergreifend und sich ergänzend eingesetzt. Dies wird individuell je nach dem therapeutischen Befund abgestimmt.
Die Reaktionen auf die Therapien können sehr unterschiedlich sein. Wie in der gesamten Homöopathie kann es neben einer spontanen Besserung vorübergehend auch zu einer Verschlechterung der Symptomatik kommen. Dies ist jedoch als positive Reaktion zu bewerten, da sich der Körper mit der Fehlfunktion auseinandersetzt und das neue Bewegungsmuster erst wieder erlernen muss.

Wie gestaltet sich eine osteopathische Behandlung?

Der Therapeut kann bei der Untersuchung mit seinen Händen durch unterschiedlichen starken Druck der Hände das menschliche Gewebe Schicht für Schicht ertasten. Durch diese Art des „Hineinhorchens“ spürt er (und oft auch der Patient) Spannungsmuster und Bewegungseinschränkungen auf, die einmalig oder in mehreren Sitzungen mit sehr spezialisierten
Techniken behandelt werden. Ob Störungen im Bereich des Knochengerüstes und der dazugehörigen Muskeln, Bänder und des Bindegewebes oder bei akuten und chronischen Schmerzen im Körperinneren: Als umfassende Diagnose- und Behandlungsform berührt die Osteopathie nahezu alle medizinischen Felder, das Zentralnervensystem eingeschlossen.

Wie gelangt ein Patient zur Osteopathie?

Bevor eine osteopathische Behandlung begonnen werden kann, ist es oft sinnvoll, eine eingehende schulmedizinische Diagnostik voranzustellen, denn die klassische Schulmedizin lässt sich ideal mit der Osteopathie kombinieren und befindet sich in keinem Widerspruch zu ihr sondern ergänzt oder ersetzt schulmedizinische Verfahren. Der Patient kommt entweder direkt zum Osteopathen und es wird ein gemeinsames Vorgehen besprochen wie in der Heilpraxis üblich oder er gelangt im Anschluss an bereits stattgefundene schulmedizinische Untersuchungen in meine Praxis. Dann sollten die ärztlichen Befunde/Bilder/Ergebnisse mitgebracht werden.

Da die Osteopathie keine Kassenleistung ist, wird sie privat vergütet. Private Krankenkassen und die Beihilfe erstatten osteopathische Behandlungen im Rahmen der Heilpraxis.
Um für Patient und Therapeut einen überschaubaren Rahmen zu finden, hat sich aus der Erfahrung ergeben, dass in der Regel 3 Sitzungen à 60 Minuten ausreichen, um ein Ergebnis erkennbar zu machen. Danach wird in einem gemeinsamen Gespräch entschieden, ob eine Weiterführung der Therapie sinnvoll erscheint oder nicht.

Gesetzlich versicherte Personen können bei Ihrer Krankenkasse nachfragen, ob sie osteopathische Behandlungen bezuschussen. Oder schauen Sie unter folgender Webseite nach: https://www.osteopathie.de/service-krankenkassenliste
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KONTAKT:

Praxis Friedrich Dewies
Wilhelm-Strater-Straße 10
41236 Mönchengladbach-Rheydt
Tel./Fax: 0 21 66 / 4 91 91

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Termine nach Vereinbarung

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